Montag, 09. Dezember 2019

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39. Haserundfahrt 2006 des AC Bramsche (7.10.2006)

 J√ľrgen Brucksch (8.10.2006)

Bericht eines B-Klasse-Teams (fortgeschrittene Anf√§nger): Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erz√§hlen! Unter diese √úberschrift k√∂nnte man unser Wochenende rund um die Bramsche-Ori stellen! Da wir rund 600 km von Bramsche entfernt leben, haben wir die Anfahrt aufgeteilt und sind am Freitag nachmittag schon die erste H√§lfte gefahren und haben Zwischenstation bei einem Ori-Freund gemacht, den wir dann Samstags zu einem weiteren Treffpunkt mit einem anderen Ori-Freund mitnahmen. Um es kurz zu machen: Auf Grund widriger Umst√§nde (mehrere Stau's) waren wir dann erst 5 Minuten vor unserer Startzeit am Start (noch keine Abnahmen, keine Fahrerbesprechung...) und sehr nerv√∂s. Da dann unsere "Mitgereisten" auf einmal alle weg waren, haben wir auf dem Parkplatz erstmal geschaut, wo √ľberhaupt der Eingang zur Gastst√§tte ist, in der wir die Papierabnahme vermuteten. Dort waren wir dann um 16:00 Uhr (unsere Startzeit war 16:03 Uhr) und haben, da nat√ľrlich keine Fahrtleiter mehr da waren (die waren logischer Weise schon auf der Strecke) die freundlichen Damen an der Papierabnahme gebeten, uns zu erkl√§ren, was es zu beachten gibt usw. Die Damen haben mich gleich auf die ausgeh√§ngten Durchf√ľhrungsbestimmungen hingewiesen und w√§hrend ich diese schnell √ľberflogen habe, haben sie mit meiner Fahrerin die Papierabnahme gemacht. In den Durchf√ľhrungsbestimmungen wurde eine "neue Aufgabenvariante" erkl√§rt, die bei mir gleich verschiedene Fragen aufgeworfen hat (was tun bei Pfeilwurm?, was tun wenn zwischen Pfeilen Punkte etc. kommen und ich auf dem Weg zu einem Punkt einen Pfeil teilweise befahre?), mit denen ich mich dann leider ja an keinen mehr wenden konnte... Die freundlichen Damen bei der Abnahme haben wohl gemerkt wie aufgeregt wir waren und waren deshalb auch sehr schnell einverstanden als wir darum baten, eine h√∂here Startnummer zu bekommen um uns zumindest grob sortieren zu k√∂nnen und bei unserer Pension anfragen zu k√∂nnen, ob wir entgegen der Planung auch erst sp√§t abends einchecken k√∂nnen! Wir √ľbernachteten nicht im Start-Ziel-Lokal, da wir dort unsere fest zugesagte Reservierung eine Woche vor Start storniert bekamen weil die Wirtsleute das Zimmer f√ľr eine gr√∂√üere Familienfeier brauchten; was uns in unserer Zeitnot hier dann nochmal zus√§tzlich gestresst hatte. Jetzt aber endlich zu dem eigentlichen Anlass - der Hasenrundfahrt! Um es vorweg zu nehmen; wir haben vom Ergebnis schlecht abgeschnitten, weil wir den Stress nicht mehr richtig abbauen konnten. Meine Fahrerin hat einmal rechts mit links verwechselt und ich habe es weil ich gerade mit den Aufgaben besch√§ftigt war erst 100 Meter sp√§ter (nach einer gestempelten SK) gemerkt. Dann habe ich als Ausgleich vor einer weiteren SK eine OK nicht in die Bordkarte √ľbertragen... Diese "sofort" erkannten Fehler haben dann auch keine Ruhe einkehren lassen und nachdem dann genau solche Aufgabenstellungen kamen, zu denen ich noch Fragen gehabt h√§tte (siehe oben) haben wir da nat√ľrlich auch viel Zeit verbraucht, bis wir uns mit ungutem Gef√ľhl auf eine (nat√ľrlich die falsche) L√∂sungsvariante geeinigt hatten. Dann kam eine Streckenskizze, bei der ich vor lauter Nervosit√§t eben genau das Wort Streckenskizze nicht beachtete und deshalb auch nicht so gefahren bin. Eine weitere, uns bisher unbekannte Aufgabe (Fahrt nach k√ľrzester Gesamtstrecke) wollte ich dann wie eine Streckenskizze l√∂sen; konnte telefonisch kl√§ren, dass dies hier nicht der Fall ist was ich verstanden habe, aber dann hatte ich beim erneuten L√∂sungsversuch wieder mein Problem mit den nicht mehr beantworteten Fragen zu den Durchf√ľhrungsbestimmungen (siehe oben). Mittlerweile war es nat√ľrlich dunkel und wir waren die Letzten, die noch unterwegs waren, d.h. teilweise haben die Kontrollen nur noch auf uns gewartet, was meiner Fahrerin dann sehr peinlich war und wieder neue Nervosit√§t aufbrachte die dann dazu f√ľhrte, dass wir bei Aufgabe 20 den Strich vor dem E-Strich zwar gesehen haben, aber nat√ľrlich nicht gefahren sind! Wer jetzt denkt, dass uns die Ori nicht gefallen hat liegt aber komplett daneben! Diese Ori war die bisher beste Ori, die wir je gefahren sind. So w√ľrden wir uns √ľberall die Streckenf√ľhrung und den Schwierigkeitsgrad der Profi-Aufgaben w√ľnschen, die wir hier als B-Klasse-Teilnehmer auch bekamen. Die 21 Aufgaben waren in einem gebundenen Bordbuch auf 9 Seiten als erstklassige Farbkopien auf "dickerem Papier" verteilt. Auch die √úbersichtskarten waren dicker als die Standard-80-Gramm-Kopierer-Bl√§tter und deshalb sehr gut zu nutzen. Sch√∂n empfand ich auch, dass es einen Kontrollzettel gab, auf dem die beiden Bordkarten mit den Feldern f√ľr OK's / SK's abgedruckt waren; d.h. man brauchte sich nicht selbst einen Kontrollzettel f√ľr die Kontrollen zu machen! Die Ori-Aufgaben waren auf h√∂chstem Niveau und haben wirklich Spa√ü gemacht (kein zeichnen, kein suchen von Wegen, Kontrollen etc., ausreichend Zeit zum ausknobeln und abfahren (25er Schnitt + 60 Minuten Karrenz, die nur bei Punktgleichheit herangezogen wurde (also im Prinzip straffrei) und dann wenn immer noch Punktgleichheit vorliegt das Ergebnis der GLP). Bei dieser Ori liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem richtigen l√∂sen der Aufgaben und nicht auf Raserei (h√∂herer Schnitt) oder suchen von Kontrollen etc.; deshalb auch f√ľr "Ortsfremde" geeignet, die beim l√∂sen im fremden Gel√§nde etwas mehr Zeit brauchen! F√ľr Liebhaber von "echten" Ori's, die auch gerne mal etwas dazulernen wollen k√∂nnten wir die 2006-Ausgabe dieser Ori uneingeschr√§nkt empfehlen. Ihr findet alle Infos zur Ori (Aufgaben, L√∂sungen, Ergebnisse...) √ľbrigens unter www.acbramsche.de unter der Rubrik Ori-Sport. Als Aufgaben erwarten euch dort in der 2006er Variante: Fischgr√§te nach Karte (ist viel besser als nach Natur), eindeutige Chinesen nach Karte und Natur, perfekt eingezeichnete Pfeile, Striche, Punkte, abwechslungsreiche Darstellung (z.B. Aufgabe 5 Schachbrettori) und dann in S√ľddeutschland eher unbekannte, aber sch√∂ne Aufgaben wie Streckenskizze, Pfeilwurm, k√ľrzeste Gesamtstrecke, "T√ľcken" mit Wendekontrollen...) Besonders gefreut hat uns, dass wir bei den Aufgaben, bei denen wir nicht meine beiden unbeantworteten Fragen ber√ľcksichtigen mussten, ziemlich gut waren. So haben wir z.B. als Einzige (neben dem Gesamtsieger) den Strich 3 aus Aufgabe 18 (fast intuitiv) richtig gel√∂st (also die 5 zweimal geschrieben) und wir haben als eins der wenigen Teams auch die Aufgabe 19 richtig gel√∂st und die Wendekontrolle gefunden (hier haben wir von der Aufgabenstellung in Amberg und den Erkl√§rungen von Olaf profitiert!). Bei Wendekontrollen fehlt uns aber noch etwas Erfahrung (wir haben nur 2 besetzte und eine unbesetzte gefunden). Gleich beim Start haben wir gesehen, dass man eigentlich zur Anfahrt zum ersten Pfeil eine Riesenschleife fahren m√ľsste. Dies kam mir dann aber komisch vor, da man nach ca. 10 km schon zum Ziel der Gleichm√§√üigkeitspr√ľfung (Lichtschranke) kommen sollte, die beim Start losging. Da ich das Ziel-GLP auf der ersten Seite der Fahrtunterlagen am Ende der Aufgabe 2 schon sah, habe ich dann einfach die Gesamtstrecke vom Start bis zum Ende FA 2 gemessen und kam auf ca. 10 km. Dann war mir klar, dass die Riesenschleife zu Pfeil 1 nicht zu fahren war und der Pfeil einfach nicht perfekt eingezeichnet war. Tja, dass man durch Einsatz einer Wendekontrolle nat√ľrlich nicht die Riesenschleife zu Pfeil 1 fahren muss habe ich dann sp√§ter vom Fahrtleiter erfahren - klasse ausgetrickst! Klasse war auch der Hinweis in Aufgabe 16 auf einen Streckenabschnitt "Achtung Kinder!" zu dem man aber, wenn man richtig f√§hrt gar nicht hinkommt. Da dies f√ľr uns die unbekannte Aufgabe "k√ľrzeste Gesamtstrecke" war, bin ich voll auf die Falle reingefallen und habe versucht die Aufgabe so zu l√∂sen, dass ich auf jeden Fall √ľber diesen Weg fahre! Nach der Siegerehrung hat sich der Fahrtleiter Werner Schick dann noch die Zeit genommen, uns alle unsere Fehler in Ruhe zu erkl√§ren und zus√§tzlich hat er uns mitgeteilt, dass wir uns bzgl. unserer √úbernachtungsprobleme auch gerne an die Veranstalter h√§tten wenden k√∂nnen, die uns dann weitergeholfen h√§tten - Klasse Teilnehmerbetreuung! Leider hatten wir keine Zeit mehr, uns auch noch mit den beiden sehr freundlichen weiteren Fahrtleitern Kurt und Thomas Behning zu unterhalten, aber vielleicht k√∂nnen wir das n√§chstes Jahr in Berlin, bei der 2000+7+T√ľcken-Veranstaltung schon nachholen?!? Wir sind im n√§chsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei und werden dann Freitags schon so nah an Bramsche ranfahren wie wir es zeitlich schaffen um dann Samstags vormittags in Bramsche gem√ľtlich "einzutrudeln", denn Bramsche ist auf jeden Fall eine Reise wert!

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39. Haserundfahrt 2006 des AC Bramsche (7.10.2006)

 Peter Kietzmann (10.10.2006)

Liebes Tagebuch, nach f√ľnfw√∂chiger Pause rief wieder die Pflicht, d.h. es war ORI Time. Diesmal stand die Haserundfahrt des AC Bramsche auf dem Programm, eine traditionsreiche und sehr beliebte ORI. Was die Anfahrt anging, hatte Thomas Behning ja schon auf diversen Webpages auf eine Baustelle hingewiesen und eine Umfahrung empfohlen. Nachdem wir auf der Anreise schon eine Stunde Zeit durch Staus verloren hatten, entschieden wir uns, nicht √ľber die A1 nach Bramsche zu fahren, da dort der n√§chste Stau drohte. Vielmehr erschien uns der Weg √ľber Bersenbr√ľck und die B68 attraktiver. Leider war auch dort die B68 gesperrt und wir mussten weiter ausweichen. Kurz vor dem Startlokal meinte es das NAVI richtig gut mit uns und lotste uns auf k√ľrzestem Weg in eine Kiesgrube (soviel zur modernen Technik). Etwa 12 Minuten vor unserem Start fanden wir uns an der Papierabnahme ein. So, nun noch kurz die Durchf√ľhrungsbestimmungen √ľberflogen und die Zusatzerkl√§rung zu Punkt 12 mit den Pfeilen, die immer in ganzer L√§nge und wenn zwangsweise teilbefahren dann gleich noch mal usw. Inzwischen waren wir gestartet und endlich war Zeit, die K√∂pfe der Bordkarten auszuf√ľllen. Nach einem fl√ľchtigen Blick auf die erste Aufgabe war sofort klar, wie der Hase l√§uft. Hier ist der Punkt 12 der DB mit den Pfeilen anzuwenden. Auch die √úberlappung mit der Startkontrolle war gut zu erkennen. Auf dem Weg dorthin versperrte uns allerdings eine massive Schranke den Weg, wobei hinter einem Reisighaufen ein roter Buchstabe versteckt war. Ah, was das? Noch mal die Durchf√ľhrungsbestimmungen rausholen und die erste Seite mit dem BlaBla auch lesen. Ah ja, das ist eine Wendekontrolle, alles klar. Weiter ging‚Ä≤s mit Pfeilen und Strichen, immer den k√ľrzesten Weg suchen, kein Problem. In den Aufgaben 3 und 4 kamen ein paar zus√§tzliche Kreisel wegen Punkt 12 der DB hinzu. Hier kam zum ersten Mal zum Tragen, dass der Veranstalter den geforderten k√ľrzesten Weg nicht als zwingend interpretiert haben wollte, wenn es um das Teilbefahren der Pfeile ging. Die Vermeidung des Teilbefahrens sollte Vorrang vor dem k√ľrzesten Weg haben (das war auch in den Beispielen so beschrieben). Irgendwie geht einem solch eine Regel aber gegen den Strich, hoffentlich macht das nicht Schule. Weiter ging‚Ä≤s mit einem Schachbrett, auch hier waren ein paar Tricks eingebaut. Wir sahen zwar den im Koordinatenkreuz versteckten Punkt, zogen daraus aber den falschen Schluss und waren schon wieder 10 Strafpunkte reicher. Die Aufgaben 6 bis 13 waren nicht so schwer, einzig die Sperrung vor der DK entging uns. Die Aufgaben 14 bis 16 drehten sich wieder um den k√ľrzesten Weg und die Pfeile mit dem Teilbefahren. In Aufgabe 17 wurde es dann leicht philosophisch, ein Pfeilwurm erwartete die Teilnehmer wobei die Pfeile nach dem vollst√§ndigen Befahren in Striche mutierten. Die L√∂sung sorgte f√ľr erregte Diskussionen im Ziel, wir entschieden uns zum Gl√ľck f√∂r die Veranstaltervariante und hatten dadurch im Ziel endlich Zeit zum Essenfassen. Aufgabe 18 enthielt eine Fischgr√§te, die zwei L√∂sungen hatte. Die richtige L√∂sung erkannte aber nur die Teilnehmer, die die Seite 1 der DB gr√ľndlich gelesen hatten. Sollte doch die ORI in Niedersachsen stattfinden (ja ja, die Landesgrenze war gut zu erkennen). In Aufgabe 19 war wieder eine Wendekontrolle zu finden. Aufgabe 20 enthielt einen dezenten Hinweis auf den seit l√§ngerem verschobenen Gang zum Optiker und Aufgabe 21 forderte noch dezent das Kurzzeitged√§chtnis. Dann ging‚Ä≤s zum Ziellokal, wo schon einige √úberraschungen am Aushang auf die meisten Teilnehmer warteten. Fazit: Wie erwartet eine schwere ORI mit abwechslungsreichen Aufgaben. Mit 4 Stunden Fahrzeit + 1 Stunde Karenz f√ľr ca. 100km auch fair bemessene Zeiten. Schlechte Wege sind in der Gegend wohl Mangelware, wir k√∂nnen n√§chstes Jahr ja mal ein paar mitbringen:-) Vielleicht noch ein Wort zur Konkurrenzsituation im Nordwesten. Hier sind wir ja dieses Jahr Artland und Bramsche mitgefahren und hatten bei beiden Veranstaltungen 80 Strafpunkte, sogar jeweils 40 auf der ersten und 40 auf der zweiten Bordkarte. Daraus k√∂nnte man den (statistisch nicht wirklich fundierten) Schluss ziehen, dass beide Veranstaltungen etwa gleich schwer waren und √§hnliche Anforderungen an Fahrer und Beifahrer gestellt haben. Macht weiter so!

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© 2002-2019 Carsten Kuinke